Repression gegen Aktivist*innen in Italien (Livorno)

Quelle: https://de.indymedia.org/node/63208
Zusammen 30 Jahre in Gefangenschaft für 21 Aktivist*innen
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Quelle: https://de.indymedia.org/node/63208
Zusammen 30 Jahre in Gefangenschaft für 21 Aktivist*innen
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Tatort Friedrichshain. Freitagmorgen kurz nach 4:00 Uhr. Maria R. wird in ihrer Wohnung von Bullen des Abschnitt 51 (Wedekindwache) erschossen. Laut Polizeimitteilungen an die fleißige Hofpresse soll schnell klar werden: Maria ist eine psychisch instabile Person und sei mit einem Messer auf die Beamten zugestürmt. Wir zweifeln an dieser Darstellung der Berliner Polizei und erachten das verteidigende Statement der Bullenpräsidentin Slowik als Kampfansage an die Bevölkerung Berlins.
Maria ist hierbei kein Einzelfall in Berlin und unmittelbarer Umgebung.
2008 erschießt der Berliner Bulle Reinhard Rother den jungen Dennis “Jockel” in Schönfließ. Er richtet ihn regelrecht in seinem Auto hin, dabei entleerte er sein komplettes Magazin. Schon der erste Schuss war tödlich. Auch hier berichteten die Presse und die Bullen von einer Notwehrsituation. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich nicht wie zuvor beschrieben um die verbreitete Version handelte. Fazit: 2,5 Jahre auf Bewährung für den Mörder von Dennis.
2011 ermordeten Berliner Polizisten in Schöneberg Slieman Hamade, indem sie körperlich auf ihn einwirkten. Tritte. Schläge. Pfefferspray. Letztendlich war Sliemann tot und einen Monat später das Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Bullen eingestellt. Nur durch die Schaffung von Öffentlichkeit war es überhaupt möglich das Verfahren wieder aufzunehmen.
2016 mit der Hinrichtung von Hussam Fadl beginnen die Behörden ihr Vorgehen zu rechtfertigen, indem sie behaupten es war ein Messer im Spiel. Nur durch die beherzten Recherchen des Anwaltes gelang es, das Verfahren neu aufzunehmen und nachzuweisen, dass es das besagte Messer niemals gab.
2017 erschossen Bullen aus Mecklenburg-Vorpommern einen 27 Jährigen aus Kreuzberg, der in Neubrandenburg in einen Kiosk eingestiegen sein soll. Die Rechtfertigung für die tödlichen Schüsse: Der Bulle wurde mit Pfefferspray abgesprüht.
2018 kam Fabien M. durch einen Funkwagen der Polizei zu Tode. Ersten Mitteilungen zufolge soll sie abgelenkt gewesen sein. Nur durch einen anonymen Hinweis wurde bekannt, dass der Polizist Peter G. mit 1,1 Promille im Streifendienst unterwegs war.
In wenigen Fällen dieser tödlichen Ereignisse konnten wir unserer Wut eine Stimme verschaffen und die öffentliche Wahrnehmung verändern. Der Korpsgeist innerhalb der Polizei lässt keine Fehler zu und wenn doch, verändert sich die öffentliche Fehleranalyse nur in dem Grade, indem sich die Beweislage oder das Interesse daran verschiebt.
Wir können nicht behaupten, dass wir wissen was in der Wohnung von Maria vorgefallen ist oder wie sich der Ablauf der Situation darstellte. Aber wir wollen festhalten, dass die Fälle tödlicher Polizeigewalt in Deutschland eine Kontinuität haben.
Wir haben uns heute dazu entschieden unsere Demonstration zu verlegen und nach Friedrichshain zu gehen, um aus unserer Theorie zur Praxis zu schreiten.
Es wäre für uns ein politisches Verhängnis, wenn wir nicht an den Ort der Hinrichtung kommen würden und im selben Atemzug einen Kongress organisieren, der sich mit Gegenstrategien im Kontext polizeilicher Arbeit befasst.
Der Mord an Maria reiht sich ein in eine nicht enden wollende Welle der Gewalt des Staates gegen seine eigene Bevölkerung, gegen die, die nicht ins Bild der Verwertbarkeit dieser Stadt passen. Dabei steht dieser Mord symbolisch als auch symptomatisch für dieses System, welches Menschen in verwertbar und unverwertbar teilt und denen, die im Kapitalismus nicht verwertbar sind, dass Leben abspricht.
Die geplante Demonstration anlässlich des europäischen Polizeikongresses soll unsere Wut und Trauer über diese Zustände sichtbar machen. Welchen Ausdruck ihr dafür wählt, liegt in eurem Ermessen und diesem sollten keine Grenzen gesetzt sein. Das Ziel dabei ist keine Gedenkdemonstration in einem „klassischen“ Sinne durchzuführen, das wollen wir uns nicht anmaßen.
Die Gegenseite allerdings wird alles daran setzen uns zu bezichtigen den Tod Marias politisch zu instrumentalisieren. Wir stellen hiermit deutlich klar, dass es uns keineswegs um die politische Instrumentalisierung des Todes geht, sondern darum diesen Zuständen, die zum Tod von Maria führten, kämpferisch, entschlossen und solidarisch zu begegnen. Es ist nicht hinnehmbar, dass eine Regierung die Legitimation über Leben und Tod innehat, bei allen Fällen tödlicher Schüsse, Schläge oder Autounfällen liegt anfangs die Verantwortung bei den Verstorbenen, wie in jedem der oben genannten Fälle.
Wir werden in einer angemessenen Weise an dem Haus von einer der unzählbaren Betroffenen tödlicher Polizeigewalt vorbeigehen. Wir werden keine Schweigeminute halten, da wir denen, die keine Stimme mehr haben, eine geben wollen.
Die angemessene Weise, wie ihr den Mördern aus der Wedekindwache begegnet, überlassen wir euch. Den Bullen sagen wir hierbei: Respekt bedeutet, sich dieser Demonstration fernzuhalten. Ihr tragt die Verantwortung für die tödlichen und gewaltvollen Handlungen in dieser Stadt.
Aus Wut wird Widerstand.
Freitag 31.01. | 20:00 Uhr | Wismarplatz | Berlin-Friedrichshain |


Für den weiteren Prozess gibt es folgende Termine: 09. / 14. / 21. / 28. Januar 2020, jeweils 9 Uhr. Turmstraße 91, Saal 101.
Gefunden auf https://de.indymedia.org/node/55071.

Auf dem Europäischen Polizeikongress tauschen sich jedes Jahr
internationale Polizeifunktionär*innen mit Politiker*innen und
Geschäftsführer*innen der Sicherheitsindustrie über aktuelle und
zukünftige Sicherheitskonzepte aus. Der Kongress findet über zwei Tage
im Berlin Congress Center (bcc) am Alexanderplatz statt. Ziel ist die
Vernetzung politischer und polizeilicher Entscheidungsträger*innen mit
dem direkten Zugriff auf die Innovationen der Kriegs und
Überwachungsarchitektur. Hier trifft sich das ‚Who is Who‘ der
reaktionärsten Bereiche der Gesellschaft: der Verfassungsschutz, die
Waffenlobby, Forensiker*innen, Grenzsicherungsfirmen, Mitglieder des
Bundestages und die Polizei. Auf der Homepage findet sich eine
ansehnliche Liste der privatwirtschaftlichen Partner*innen.
An dem Wochenende vor dem Polizeikongress wird es zwei Tage auf dem
„Entsichern Kongress“ Diskussionen und Workshops zu drei Themenblöcken
geben: rassistische Strukturen im Staatsapparat und fehlende
Gegenstrategien, Vernetzung von Anti-Repressions-Strukturen sowie
Digitalisierung. Am Freitagabend vor dem „Entsichern Kongress“ wollen
wir gemeinsam mit euch auf die Straße gehen, um gegen den
Polizeikongress zu demonstrieren. Wir wünschen uns, dass aus den
Diskussionen Praxen sichtbar werden – gegen den Staat, der mit Industrie
und Geheimdienst international sein Wissen verkauft, um damit Aufstände
hier vor Ort und weltweit zu unterdrücken.
Beteiligt euch an der Mobilisierung! Hierfür findet ihr Plakate, Flyer und Sticker in folgenden Läden: Buchhandlung „Schwarze Risse“ // Gneisenaustr. 2a // Buchhandlung „OH*21“ // Oranienstr. 21 // Infoladen „Daneben“ // Liebigstr. 34 //
Aktuelle Informationen zum Entsichern Kongress und der Demonstration am 31.01. findet ihr auf dem Blog: entsichern.noblogs.org und bei Twitter: Twitter.com/entsichern2020
31.01. // 19Uhr // Richardplatz // Berlin-Neukölln // Demonstration gegen den Europäischen Polizeikongress // 01.02-02.02.2020 // Entsichern Kongress // Schule für Erwachsenenbildung (SFE) Gneisenaustr. 2a //
Beitrag übernommen von: https://entsichern.noblogs.org/aktuelles/
Nun startet der Prozess am 08.01.2020 um 13 Uhr
Wir
möchten euch mitteilen, dass der Prozess gegen die 3 Hamburger
Gefährt*innen vor der Tür steht. Seit ihrer Festnahme in der Nacht zum
08. Juli 2019, sitzen 2 von ihnen immer noch in Untersuchungshaft. Nun
startet der Prozess am 08.01.2020 um 13 Uhr vor dem Landgericht in
Hamburg (Raum bis jetzt noch unklar). Kommt zum Prozessauftakt und zeigt
euch solidarisch mit den Gefährt*innen!
Kommt Silvester zum UKnast
Holstenglacis um zusammen mit den Gefangenen in das neue Jahr zu
starten! Außerdem wird es zum ersten Prozesstag am 08.01. ab 12Uhr eine
Kundgebung vor dem Landgericht geben!
Bleibt wachsam und wartet auf weitere Ankündigungen!
Freiheit für die 3 von der Parkbank!
Weitere Infos auf: parkbanksolidarity.blackblogs.org
Eine Zusammenfassung des Falls und ein Interview zum ersten Prozesstag lassen sich nun in einem Audio-Beitrag von Frequenz A anhören.
https://frequenza.noblogs.org/post/2020/01/11/park-bank-3-zusammenfassung-interview-mit-hintergrundmusik/
Ein Text der Soligruppe Berlin der GG/BO:
In nahezu allen Knästen in der BRD ist die medizinische Verosrgung miserabel, so auch in der JVA Tegel. Hier wird kein Hehl daraus gemacht, mit Medikamenten zu jonglieren, als wären Gefangene in einem Supermarkt, in dem die Lieblingssüßigkeiten ausverkauft sind und man sich deswegen einfach andere mitnimmt. Wenn Gefangene diesen Zustand nicht einfach widerstandslos hinnehmen wollen, ist der Knast Tegel schnell darin, mit der Repressionkeule um sich zu schwingen. Der folgende Bericht zeigt wieder einmal auf, dass selbst das kleinste Aufmucken von Gefangenen, welches nicht nur berechtigt, sondern absolut notwendig ist, vom Knast massiv erschlagen werden soll. Dass die massive Unterdrückung von Gefangenen System hat, erleben dabei auch Angehörige…
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Am 16. November 2019 wurde Peter Krauth am Flughafen El Vigía, Venezuela, festgenommen. Er war auf dem Weg nach Caracas, um dort Freunde und Freundinnen aus Deutschland abzuholen. Peter Krauth, Bernhard Heidbreder und Thomas Walter wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, der aufgelösten Gruppe „Das Komitee“ angehört zu haben.
Ende
1994 und im Frühjahr 1995 trat die militante Gruppe „Das Komitee“
zweimal in Erscheinung. Die erste Aktion war ein Brandanschlag auf ein
Gebäude der Bundeswehr, um die Zusammenarbeit des deutschen und
türkischen Militärs im Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der
Türkei offenzulegen. Die zweite Aktion scheiterte. „Das Komitee“
versuchte, die Baustelle des Abschiebegefängnisses in Berlin-Grünau zu
zerstören. Es blieb bei der Vorbereitung des Anschlags. Nach dem
Scheitern dieser Aktion gerieten Bernhard, Peter und Thomas auf eine
Fahndungsliste und tauchten unter.
Bei beiden Aktionen der Gruppe kam kein Mensch zu Schaden.


Am 06.12. wird der zweite Prozess wegen Hausfriedensbruch stattfinden. Dem betroffenen Aktivist wird zudem Widerstand und tätlicher Angriff vorgeworfen. Verhandelt wird über die Besetzung in der Bornsdorfer Straße im Mai 2018, bei der es während der Gespräche mit der kommunalen Hausverwaltung “Stadt und Land” zur Räumung kam.
Prozess: 06.12., 9:15 Uhr
Ort: Amtsgericht Tiergarten, Turmstr 91
Raum B218/219
Bericht und Prozesserklärung vom ersten “Borni-Prozess” findet ihr hier.
Ihr habt auch Post bekommen?
Infos zu den Vorwürfen, dem Ablauf der Strafverfolgung und dem, was ihr jetzt tun könnt findet ihr auf der Seite von #besetzen.