Solidaritätsaufruf für Enno!

Solidarity

am 22. November 2020 haben die Bullen während der Proteste gegen die Coronanazis im Prenzlauerberg unseren Freund und Genossen Enno auf dem Alexanderplatz verhaftet.

Schon im Rahmen der 1. Mai Proteste 2019 wurde Enno von den Bullen kassiert, befand sich in U-Haft und wurde anschließend zu einer Bewährungsstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten verurteilt, die widerrufen wurden.

Nach Quarantäne in Moabit wurde Enno nach Tegel verlegt, weitere Verfahren gegen unseren Genossen, u. a. im Rahmen der Syndi Räumung, werden noch angestrebt. Wenn es schlecht in unserem rechten Rechtssystem läuft, bleibt Enno noch länger im Knast.

Um Enno in der Zeit im Knast zu unterstützen, gibt es über die Rote Hilfe ein Solikonto:

Rote Hilfe e.V.
GLS-Bank
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: 13 Sterni

Jede noch so kleine Spende hilft!

Wenn Ihr Enno Briefe oder Postkarten schreiben wollt, könnt Ihr das an die Adresse:

Enno
Buchnummer 2603/20/9
Seidelstr. 39
13507 Berlin

Wenn Ihr Briefe schreibt, legt einen Rückumschlag mit Marke bei.

Wir lassen niemanden allein! Wir lassen niemanden zurück!

Freiheit für Enno und alle politischen Gefangenen!

Holt die Sparschweine raus! Spendenaufruf für Andreas

Liebe Freund:innen,

viele von euch haben vielleicht schonmal von ihm gehört, gelesen, mit ihm Briefe geschrieben oder Aktionen für ihn gemacht.

Andreas ist für viele ein langjähriger Genosse, der bereits 17 Jahre in Deutschland und nun schon 3 Jahre in Italien im Knast sitzt. Seine Haft wird zudem extrem belastet durch seinen fortgeschrittenen Nierenkrebs. (mehr dazu: https://andreaskrebs.blackblogs.org/)

Seine Haft und Gesundheitsbedingungen sind katastrophal und unter jeder Menschenwürde.

Das ganze ist sehr komplex, aber ein großer Punkt im Moment ist der, dass er versucht seine Haft zu reduzieren und dafür den obersten italienischen Gerichtshof konsultieren muss. Das kosten Unmengen an Geld.

Wir als ABC Berlin möchten an dieser Stelle unser Mitgefühl und große Solidarität für die Situation von Andreas ausdrücken und zumindest versuchen ein wenig zu helfen.

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Italien: Internationaler Aufruf zur Solidarität – 9. bis 24. November

*english version below*

SOLIDARITÄTSMOBILISIERUNG 9.bis 24. NOVEMBER

In diesem Herbst finden in Italien mehrere Gerichtsverfahren statt, an welchen Hunderte von Anarchist:innen beteiligt sind. Bei diesen Verfahren wollen Staatsanwält:innen und Richter:innen das anarchistische Ideal vor Gericht stellen. Die Versuche, die unterschiedlichen Spannungen und Praktiken in den verschiedenen Rechtssystemen abzubauen, d.h. die hasserfüllte und erbärmliche Trennung zwischen „gutem“ und „bösem“ Anarchismus, zielen darauf ab, diejenigen, die kämpfen, zu unterdrücken und ihnen jahrzehntelange Haftstrafen aufzuerlegen. In einer Zeit, in der die auferlegten Lebensbedingungen immer härter werden, ist es unerlässlich zu kämpfen: auf die Gewalt des Staates zu reagieren, auf das Regime der Unterdrückung, das versucht, sich durchzusetzen, indem es versucht, jeden anzugreifen, der/die sich mit denen solidarisch erklärt, die sich bereits für eine Seite entschieden haben. Wir werden nicht nur in den Gerichtssälen unseren Genoss:innen beistehen, ihnen nahe stehen und uns mit ihnen solidarisieren: Wir rufen zu einer zweiwöchigen Mobilisierung vom 9. bis 24. November auf, als Gelegenheit, auf den Straßen oder wo immer wir es wünschen, Momente der aktiven Solidarität zu schaffen.

AN DER SEITE ALL DER/DIE ANARCHIST:INNEN, DIE VOR GERICHT STEHEN!
GEGEN KNÄSTE UND FÜR DIE FREIHEIT ALLER GEFANGENEN!
FREIHEIT FÜR ALLE!

SOLIDARITY MOBILIZATION 9th-24th NOVEMBER

This autumn several prosecutions, which involve hundreds of anarchists, will take place in Italy. In these investigations public prosecutors and judges want to put the anarchist ideal under trial. The attempts to reduce different tensions and practices in various legal schemes, i.e. the hateful and pathetic division between “good” and “bad” anarchism, aim to repress those who fight, making them face decades of imprisonment. In a period in which the imposed living conditions are increasingly harsh, it is essential to fight: to respond to the violence of the State, to the regime of oppression that tries to impose, attempting to attack anyone who expresses solidarity with those who have already chosen on which side to stand. We will stand, close and complicit with our comrades, and not only in the courtrooms: we call for two weeks of mobilization from the 9th to the 24th of November, as an opportunity to create moments of active solidarity in the streets or wherever we choose to express it.

ALONGSIDE ALL THE ANARCHISTS ON TRIAL!
AGAINST PRISONS AND FOR THE FREEDOM OF ALL PRISONERS!
FREEDOM FOR ALL!