Seit den neunziger Jahren gibt es in der Region Piedmont (im Nordwesten Italiens) Proteste und Aktionen gegen den Bau einer Bahnlinie für einen Hochgeschwindigkeitszug (TAV). Dieser soll Turin mit Lyon (Frankreich) verbinden. Der Bau hat die Zerstörung eines Tals für das nächste kapitalistische Großprojekt zur Folge und trifft dort seit Jahren auf einen entschlossenen Widerstand seitens der Bevölkerung. Anarchistische GefährtInnen beteiligen sich seit Beginn dieses Kampfes an den Auseinandersetzungen und bringen sich mit den Erfahrungen einer Bewegung, die auf Solidarität, Direkte Aktion und Selbstorganisierung beruht, ein.
21. April – 18 Uhr – SFE im Mehringhof (Gneisenaustr. 2a, Berlin-X’berg)
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gefunden auf linksunten.indymedia.org
Heute 07.04.2012 haben sich im Rahmen des Soli-Aufrufs für Stella Antoniou in Hamburg einige Leute zusammengefunden, um sich mit der in Griechenland inhaftierten Stella Antoniou und ihren Gefährt_innen zu solidarisieren.
Vor dem griechischen Konsulat, am Gänsemarkt und in der Susannenstraße wurden Flyer verteilt und Transparente gehalten, die auf die Situation von Stella im Knast aufmerksam machen sollen. Außerdem wurde darüber Informiert, dass in vielen verschiedenen Städten in Griechenland Demonstrationen und Soli- Aktionen liefen. Ihre 3 Gefährten traten gestern in Hungerstreik, für die sofortige Freilassung von Stella und um gegen das Konstrukt der Polizei gegen sie zu protestieren.
Stella wird sich ebenfalls in einer Woche dem Hungerstreik anschließen.
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Sendet Nachrichten an die Gefangenen
Es ist jetzt möglich Nachrichten an die drei in Indonesien wegen ihres Widerstands inhaftierten Personen zu senden. Freunde und Familienangehörige werden die Nachrichten ausdrucken und sie in den Knast mitnehmen, wenn sie zu Besuch gehen. Weil der Knast eine sehr isolierte Situation darstellt, kann der Empfang von Nachrichten, auch von Leuten, die du nicht kennst, einen großen Unterschied machen. Alle drei Gefangenen sind in der Lage deine Briefe zu lesen, wenn sie in Englisch geschrieben sind, aber es könnte für sie schwer sein direkt zu antworten – sich haben keine Computer in ihren Zellen!
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Am 5. Mai 2010 fing in der Athener Innenstadt während einer großen Demo zum Generalstreik eine Bank Feuer, nachdem diese mit Molotowcocktails beworfen wurde. In der Bank befanden sich Angestellte, die von ihrem Boss zur Arbeit trotz des Streiks gezwungen wurden. Durch die Folge des Feuers starben drei von ihnen.
Monate später wurden mehrere anarchistische Genoss_innen festgenommen, unter dem Vorwurf für die Brandstiftung und den Tod der Angestellten der Bank verantwortlich zu sein. Hier die Übersetzung von Briefen, in den sie ihre Situation beschreiben.
Text von N.L. in Bezug auf seine Kriminalisierung für die Ereignisse vom 5. Mai 2010
In diesen Tagen – keineswegs zufällig im Hinblick auf Verstreichen von genau zwei Jahren seit dem tragischen Tod von drei Angestellten der Marfin – wird von den Polizei- und Justizbehörden erneut die unbegründete und ungerechte Verfolgung gegen mich – und gegen zwei weitere anarchistische Genossen – im Zusammenhang mit den Ereignissen auf der Demo vom 5. Mai wieder aufgenommen.
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Luca Abbà stürzte am 27. Februar diesen Jahres von einem Strommasten im Susa-Tal ab, als die Bullen versuchten ihn dort runter zu holen. Er war darauf geklettert, um damit gegen die Räumung einer Hütte, die von NO TAV-AktivistInnen errichtet wurde, zu protestieren. Er befindet sich weiterhin im Krankenhaus, da er sehr schwer verletzt wurde bei dem Sturz. Im Susa-Tal geht unterdessen der Widerstand ungebrochen weiter. Auf linksunten.indymedia.org gibt es in regelmäßigen Abständen in deutscher Sprache, u.a. hier, hier und hier. Den Brief von Luca übernehmen wir von der Webseite des griechischen Übersetzungkollektivs ContraInfo.
In Berlin wird es in den nächsten Wochen eine Infoveranstaltung über den Widerstand gegen das TAV-Projekt geben. Achtet auf Ankündigungen.
Italien: Nachricht vom NO TAV Aktivisten
Luca Abbà aus dem Krankenhaus in Turin
Ein paar Wochen nach den Ereignissen in Clarea, am Montag, den 27. Februar 2012, scheint es mir angebracht, allen FreundInnen und GenossInnen, die mir nahe stehen, ein paar präzisere Informationen zu meinem Gesundheitszustand mitzuteilen.
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Kostas Katsenas wurde im Zusammenhang mit der repressiven Operation gegen „Revolutionärer Kampf“(Revolutionary Struggle – Epanastatikos Agonas) gesucht, er tauchte unter und entzog sich damit dem Zugriff der Behörden. Wenige Tage vor dem Beginn des Prozesses gegen die Beschuldigten Anfang Oktober 2011 stellte er sich und wurde in Untersuchungshaft gesteckt. Für den 27. März diesen Jahres bekam er eine richterliche Vorladung [Aufruf zur Solikundgebung], auf welcher über die Fortdauer der Haft entschieden werden sollte, er wurde entlassen und befindet sich wieder unter seinen FreundInnen und GenossInnen. Hier die Übersetzung eines Briefes, den Kostas am 23. März im Knast schrieb.
Brief von Kostas Katsenas auf dem Knast Koridallos in Athen
Am 1. April 2012 werde ich sechs Monate als Untersuchungsgefangener im Knast Koridallos sein. Momentan bin ich der einzige Gefangene des Revolutionary Struggle-Falls.
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Vom 14. bis zum 22. Mai 2012 wird es in Paris zum ersten Anti-Terrorismus-Prozess gegen Personen kommen, die der “anarcho-autonomen Bewegung” zugerechnet werden. Wir haben schon öfters über die staatlichen Angriffe auf die Genoss_innen berichten (u.a. hier, hier und hier und sowei in älteren Ausgaben unseres Antiknastinfos Entfesselt. Diesen Text haben wir auf linksunten.indymedia.org gefunden.
Kurze Zusammenfassung: Was bisher geschah
Ivan, Bruno und Damien werden im Januar 2008 auf dem Weg zu einer Demonstration vor dem Abschiebegefängnis in Vincennes im Besitz von Rauchpulver und Krähenfüßen [verbogene Nägel, die, auf die Straße gestreut, Autos die Luft aus den Reifen lassen] verhaftet, die für Justiz und Medien zu einer “Nagelbombe” werden. Ivan und Bruno werden in Untersuchungshaft genommen, Damien wird unter richterliche Aufsicht gestellt.
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An anderer Stelle berichtete ich vor kurzem über Unterlagen, betreffend die Firma Wiesenhof: bekannt durch Funk und Fernsehen, sowie Printmedien im Zusammenhang mit Fragen, wie ernst es der Geflügelprodukte-Spezialist mit lebensmittelrechtlichen Bestimmungen nimmt. Zuletzt hatte McDonalds einen, nach Unternehmensangaben nur vorübergehenden, Lieferstopp für Fleisch der Unternehmensgruppe bekannt gemacht.
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von Matthias Monroy, gefunden auf www.heise.de
Mit immer mehr Maßnahmen verfolgen EU-Institutionen grenzüberschreitende linke Bewegungen. Dem BKA haben es angebliche “Euro-Anarchisten” besonders angetan
Seit 2002 ist die EU-Polizeiagentur für die Verfolgung von Umwelt- und Tierrechtsaktivismus bekannt. Jetzt bekommt die Kriminalisierung internationaler politischer Kampagnen eine neue Facette: Eine Konferenz von Europol nimmt unter anderem verkehrspolitische und antirassistische Aktivisten aufs Korn. Um die Kompetenzen der Behörden zu erweitern, werden die Ausgeforschten mit Absendern von Briefbomben gleichgesetzt. Auch der EU-Geheimdienst ist mit von der Partie.
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